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Theoriekränzchen

Wir haben das Bedürfnis nach inhaltlichen Diskussionen jenseits von Vorträgen, Lehre etc. Wir haben Lust darauf, gemeinsam feministische Theorien zu besprechen und freuen uns, wenn möglichst viele mit uns diskutieren.
Wir wollen Texte lesen, die uns gerade interessieren,

  weil sie uns gerade in unserer Arbeit untergekommen oder wichtig sind,
  weil sie aktuell diskutiert werden,
  weil wir auf dem Laufenden bleiben wollen,
  weil uns gerade eine Frage/ eine Perspektive/ ein*e Forscheri*n interessiert …
  weil…

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Und wir sind neugierig, welche Texte andere gerade lesen und diskutieren möchten. Aus diesem Grund haben wir ein Theoriekränzchen initiiert. Unser erstes Treffen fand am 20. Mai 2015 im UF*O – Uni FLIT* Ort der ÖH in Wien statt. Bei der Gelegenheit haben wir uns einen Rahmen gegeben und auch gleich einen kurzen Text von Rita Felski, “Fin de siècle, Fin du sexe. Transsexuality, Postmodernism, and the Death of History” ([1996] 2006) diskutiert. Kein brandaktueller Text, uns hat er interessiert, weil er der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Diskursen über das Ende der Geschichte und über das Ende des Geschlechts nachgeht. Felski widmet sich dabei vor allem Baudrillard und Haraway, darüber hinaus untersucht sie, in welcher Weise transgender in feministischer Theoriebildung aufgegriffen wird bzw. wurde – eine Frage, die sicher nach wie vor wert ist, diskutiert zu werden.

Bei unserem zweiten Theoriekränzchen am 08.07.2015 haben wir uns mit dem ersten Kapitel aus Rosi Braidottis derzeit – auch im Kontext des sogenannten New Materialism – viel diskutiertem Buch The Posthuman (2013): “Post-Humanism: Life beyond the Self” beschäftigt. Die posthumane Situation kennzeichnet Braidotti als “vitale, selbstorganisierende, aber nicht-naturalistische Struktur des Lebendigen selbst”. Es geht ihr um ein Natur-Kultur-Kontinuum (in Donna Haraways Worten: um Naturkulturen), um die Aufhebung des Dualismus Natur/Kultur und die Betonung der “selbstorganisierenden Kraft lebendiger Materie”. Im ersten und einführenden Kapitel geht es um die Frage, was das Posthumane ist bzw. um die Klärung der theoretischen und historischen Zugänge zum Posthumanen.

Nun wissen wir also, warum Braidotti das Zeitalter des Posthumanismus einläutet und aus welchen theoretischen Zugängen sich ihr Posthumanismus speist, so ganz klar ist uns aber noch nicht, wie sie Naturkulturen denkt und herleitet. Angeregt von der Lektüre und unserer Diskussion, wollen wir also beim nächsten Treffen am 30. September 2015, wieder um 18.30 Uhr im UF*O in der Berggasse 5/24, 1090 Wien auch noch das zweite Kapitel aus The Posthuman (2013): “Post-Anthropocentrism: Life beyond the Species” diskutieren.

Wir sorgen für Getränke und Knabbereien und wir bringen Vorschläge mit, welche Texte wir im Anschluss gerne mit Euch diskutieren würden. Wir sind aber ebenso neugierig auf Eure Vorschläge und würden Euch bitten, so es konkrete Texte gibt, die ihr gerne diskutieren würdet, diese mitzubringen bzw. bei dem Treffen vorzuschlagen. Die konkreten Inhalte und zu diskutierenden Texte der Theoriekränzchen werden also von den Teilnehmeri*nnen bestimmt.

Das UF*O ist ein FLIT-Raum und liegt im 3. Stock ohne Lift, ist also diesbezüglich nicht barrierefrei. Sollte dies einen Hinderungsgrund für Interessierte darstellen, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Wir denken dann gerne über eine Alternative nach.

Wir freuen uns auf spannende Diskussionen!

@ geschlechter-gerechte/re Sprache

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Willkommen

…auf der neuen Website des VfW!

Liebe Mitfrauen*, liebe Interessierte, liebe alle!

Wie durch die elektronischen Aussendungen bekannt war, fand am 27.02.2015 ein Workshop zum Thema “Fortbestand des VfW (ja/nein, wenn ja in welcher Form)” mit anschließender Generalversammlung statt. Im Rahmen letzterer wurden die Statuten geändert, sowie ein neuer Vorstand gewählt (Dagmar Fink, Diana Sadounig).

Ich möchte Euch an dieser Stelle – im Namen des VfW – über die wichtigsten Ergebnisse des Workshops informieren. Klar zutage trat der Wunsch aller Anwesenden, am Workshop Beteiligten, den VfW zu erhalten und das aus mehreren Gründen:

  der VfW verhindert die Vereinzelung Gleichgesinnter
  der Verband dient dem Austausch und der Vernetzung jener
  er garantiert die Vertretung feministischer, politischer Anliegen in der Öffentlichkeit als eine Stimme (fungiert als Sprachrohr)
  weil es wichtig ist, weil es Sicherheit gibt zu wissen, dass der Verband (in all seinen Funktionen) existiert.

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Nachdem klar war, daß der Verband weiter existieren wird, stellte sich die Frage, in welcher Form bzw. mit welchen Schwerpunkten. Im Zuge dieser Diskussion stach ein Aspekt besonders hervor:

Der Verband sollte seinen Blick nach innen richten, um sich dort erneut zu stärken; so ist besonders jener Wunsch laut geworden, in Zukunft wieder in lokalen Kleingruppen (Mitfrauen* und Interessierte) zusammenzukommen. Sei es um ein „Theoriekränzchen“ zu bilden, oder aktuelle, politische Themen zu diskutieren und dazu im Namen des VfWs öffentlich Stellung zu beziehen oder auch um Diskussionen mit Input (Vorträgen) zu führen.

Aufgrund dessen wurden einige Neuerungen bzw. Vertiefungen angedacht:

Da die Treffen face-to-face und auf lokaler Ebene stattfinden sollen, ist es von Nöten in den einzelnen Bundesländern für Mitfrauen* und Interessierten eine Plattform vor Ort zu schaffen. Die Suche nach Bundeslandsvertreteri*nnen soll daher forciert werden.

Des weiteren wird an einem neuen Konzept für die Website gearbeitet, welches es für Mitfrauen* ermöglichen soll, interaktiv miteinander, über Landesgrenzen hinweg in Kontakt zu treten. Leider bringt die derzeitige Form eine Flut an emails mit sich, die aufgrund der regen Beteiligung oft schwer zu handhaben ist. In Planung ist daher der Bereich eines sozialen Forums, welcher Diskussionen bündelt und dadurch Übersichtlichkeit gewährleisten soll (als Ergänzung zum derzeitig bestehenden email-Nachrichtensystem).

Ebenso im (geschlossenen) Mitfrauen*bereich können sich Mitfrauen* – so die ersten Überlegungen – ein Gesicht geben bzw. sich vorstellen, wodurch ein Kennenlernen und sich erkennen ermöglicht werden soll.

Eine weitere Neuerung soll die Möglichkeit darstellen, auf Wunsch das Format feminismen diskutieren auch außerhalb Wiens zu etablieren. Weitere Informationen und Konkretisierungen folgen.

 

Mit lieben Grüßen

Diana Sadounig

MA-Studierende an der Uni Wien (Soziologie/Gender Studies)